Besondere Ehrungen und Anerkennung für besonderes Engagement
Die zur Jahreshauptversammlung erschienenen Mitglieder erwarteten mit Spannung den Verlauf der Veranstaltung, denn unter einem TOP standen Neuwahlen innerhalb des geschäftsführenden Vorstands des PSV Leer an.
Mit dem Ausdruck der Freude für das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder eröffnete der erste Vorsitzende Peter Meinhardt die Jahreshauptversammlung 2026. Als besonderen Gast begrüßte er Thomas de Vries, den Vorsitzenden des Nachbarvereins SC04.
Immer wieder ein trauriger Anlass, aber auch einer der Wertschätzung war das Gedenken an die im letzten Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder.
Auf diesen würdigenden Moment folgte ein sehr erfreulicher. Wolfgang Lentke empfing eine Ehrung aus den Händen der zweiten Vorsitzenden Michaela Kruse für 50 Jahre Mitgliedschaft im PSV Leer. 50 Jahre aktiv in einem Verein zeigte, dass man sich im PSV Leer lange wohlfühlen kann.
Eine besondere und außergewöhnliche Ehrung erfuhr Okka Postma-Lentke. Michaela würdigte das starke Engagement von Okka für den Bau der „Watten Vision“-Anlage auf dem Vereinsgelände. Ohne sie wäre es nicht zu dieser besonders schönen und wertvollen Anlage für die Natur und die Menschen, die sich darin wohlfühlen, gekommen. Danke dafür, Okka.
„Der Postsportverein Leer blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück.“ Mit diesen Worten begann Peter Meinhardt den Geschäftsbericht des Vorstands.
Mit Freude zählte Peter die Highlights auf, die übers Jahr 2025 den PSV Leer bereicherten.
Das sei im Frühjahr die Einweihung der „Watten Vision Station“ mit der Streuobstwiese gewesen, zu der neben den maßgebliche beteiligten vom Ökowerk Emden auch Vertreter der Stadt Leer zugegen waren.
„Ebenso erfolgreich war unser gemeinsames Frühlingsfest im Mai mit unserem Kooperationspartner, dem SC04“, führte Peter weiter aus. Auch die Blutspendeaktion, die mittlerweile schon traditionell und maßgeblich immer von der Badminton-Abteilung organisiert werde, habe wieder erfolgreich durchgeführt werden können. Und ein besonders schönes „Oktoberfest“ konnte im Herbst im Vereinsheim gefeiert werden.
Peter Meinhardt erwähnte ebenfalls die verbesserte Außenwirkung des PSV Leer. Die Homepage sei immer aktuell und der Schaukasten am Eingangstor zur Vereinsanlage gebe einen guten Blick auf die Aktivitäten im sportlichen Bereich.
Auch für das Jahr 2026 seien wieder einige Maßnahmen zum Wohle des Vereins in der Planung. Darunter sind u.a. neue Spielgeräte aus dem ehemaligen Kindergarten „Piratennest“ der Hartmann Reederei und die Anschaffung eines Defibrillators, der dem Verein im Rahmen des Gewinnsparens von der Ostfriesischen Volksbank gesponsert wurde.
Des weiteren wies Peter auf das gut funktionierende Vereinsleben im PSV Leer hin. Besonders erlebe er einen Aufschwung im ehrenamtlichen Engagement. Viele Arbeiten im Vereinsgebäude und auf der Anlage wurden durch Mitglieder in Eigenleistung erledigt, so dass sich der PSV in einem hervorragenden Zustand befände.
Das Vereinsleben floriere, die Mitgliederzahlen steigen kontinuierlich und finanziell sei der PSV Leer gut aufgestellt.
„Es ist nicht möglich, alle zu nennen, die zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben. Viele engagierte Ehrenamtliche -große wie kleine Zahnräder- machen unseren Verein zu dem, was er heute ist!“ Dafür sprach Peter dem Vorstand, den Trainerinnen und Trainern sowie allen Helferinnen und Helfern seinen herzlichen Dank aus.
Peter Meinhardt beendete seinen Vortrag mit persönlichen Worten, mit denen er seinen Abschied als 1. Vorsitzender und aus dem Vorstand des PSV Leer ankündigte. Peter war seit 2013 im Vorstand und hatte ab 2014 den Vorsitz inne.
„Das war für mich eine richtig schöne Zeit und sie hat mir viel Freude gemacht,“ führte er aus. Er betonte die besonders gute Zusammenarbeit im Vorstand, die maßgeblich dazu führte , dass gerade die letzten Jahre sehr erfolgreich für den Verein gewesen seien. „Wenn Entscheidungen anstanden, haben wir uns kurzfristig zusammengesetzt und immer gemeinsam Lösungen gefunden. Das war wirklich stark.“
Für die turnusmäßige anstehende Wahl stehe er nicht mehr zur Verfügung und möchte damit auch Platz machen für neue Ideen und frischen Wind im Verein.
Nach dem Geschäftsbericht von Peter Meinhardt folgten die Berichte des Jugendwartes und aus den Abteilungen. Auch diese spiegelten das gute Funktionieren im PSV Leer wider. Das vergangene Jahr war durchweg erfolgreich sowohl aus sportlicher Sicht als auch in der Entwicklung der Mitgliederzuwächse.
In seinem Kassenbericht konnte Klaus Gisbertz den Anwesenden detailliert Einnahmen und Ausgaben auflisten. Der Kassenstand stelle sich gut dar und konnte sich gegenüber dem Vorjahr sogar verbessern. Es gab allerdings auch weniger Baumaßnahmen als im Jahr 2024.
Die fehlerfreie Kassenführung konnte Wolfgang Lentke bestätigen, die er mit Heiner Willms geprüft hatte. Er beantragte in der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstands, die der Vorstand dann auch erhielt.
Peter Meinhardt verließ daraufhin seinen Platz in der Vorstandsreihe, wurde aber von Michaela eingefangen, um ihm noch ein paar lobende und dankende Worte zukommen zu lassen. Peter habe während seiner Amtszeit den PSV Leer positiv geprägt und ihn nach vorn gebracht. Es gab große Veränderung, die vielen anfangs zu groß erschienen. In Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern und auch in Rücksprachen der Mitglieder wurde immer der Weg gefunden, der die Maßnahmen zu einem erfolgreichen Ergebnis führte. So wie der PSV Leer jetzt dar stehe, sei das maßgeblich durch Peter Meinhardt geschehen, der den Mut hatte, große Veränderungen zu wagen.
Michaela sprach Peter dafür den besonderen Dank im Namen des Vorstands aus. Von den anwesenden Mitgliedern wurde dies mit anhaltendem Applaus gewürdigt.
Dann galt es den Vorsitz und die Schriftführung turnusgemäß neu zu wählen. Für die Schriftführung erklärte Ute Packmohr sich bereit, diese Aufgabe auch weiterhin zu übernehmen. Mit Dank und großer Zustimmung wurde sie von der Mitgliederversammlung als Schriftführerin wiedergewählt.
Für die Nachfolge von Peter Meinhardt mit der Aufgabe der oder des Vorsitzenden wurde bereits im Vorfeld gesucht und es sind mehrere Personen angesprochen worden. Leider konnte sich niemand vorstellen, diese anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen. Auch auf der Mitgliederversammlung erklärte sich keine Person bereit für den Vorsitz.
Michaela erklärte, dass der Vorstand mit der 2. Vorsitzenden, dem Kassenwart und der Schriftführerin weiterhin geschäftsfähig sei. Es werde sich aber weiter um eine Nachfolge für die Position des Vorsitzes des PSV Leer bemüht.
Im darauf folgenden TOP wurde über die Anpassung der Beitragsordnung abgestimmt. Es solle ein Sozialtarif eingeführt werden, der für bestimmte Personen Anwendung findet, die den Tatbestand der Bedürftigkeit erfüllen würden. Die Mitgliederversammlung stimmte für die Anpassung.
Des weiteren gingen Anträge zur Jahreshauptversammlung ein, die besprochen wurden. Ein Antrag konnte direkt behandelt bzw. beantwortet werden, über einen weiteren wurde abgestimmt.
Unter dem letzten TOP „Verschiedenes“ schilderte Klaus Gisbertz die Situation des PSV Leer in Hinblick auf die zukünftige Entwicklung. Die Führung des Vereins mit über 600 Mitgliedern erfordere einen immens großen Aufwand an Arbeit, der durch ehrenamtliches Engagement nur schwerlich zu leisten sei. Deshalb berate sich der Vorstand darüber, eine hauptamtliche Geschäftsführerin oder einen Geschäftsführer auf der Basis eines Minijobs einzustellen. Über die mögliche Einstellung würde dann in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung abgestimmt werden.
Michaela Kruse beendete die Jahreshauptversammlung 2026 des PSV Leer mit den wohlbekannten Worten: „Der Vorstand gibt einen aus!“







